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Adel im Bild. Porträtkunst und Adelskultur

Tagung vom 16.-17. Oktober 2025 in Schloss Nordkirchen

Im münsterländischen Schloss Nordkirchen wird am 16. und 17. Oktober 2025 der Deutsch-Niederländische Adelskreis für Adelsgeschichte sein VII. Symposium veranstalten. Aus vielfältigen Blickwinkeln werden Adelsbildnisse in unterschiedlicher Form untersucht: Gemälde, Stiche, Silhouetten, ihre kulturellen Kontexte vom Mittelalter bis zur Gegenwart, beispielsweise Sammlungen von Familienbildern, Potentaten und Netzwerken, adelige Selbstdarstellung und Außensichten, Porträts in Stammbüchern und Alben. Wie ist eine Ahnengalerie strukturiert, ist die „Vorfahrensammlung“ auch eine Vorbildersammlung oder „nur“ Abbild der Familie? Wie wird adeliger Habitus, Lebensweise, Kleidung, Distanzierungsverhalten sichtbar gemacht? Was sagen Bildnisse über Berufe aus? Was macht das adelige Damenbildnis aus? Wie werden die Bilder präsentiert, was charakterisiert eine adelige Bildnisgalerie? Was lässt sich aus der schriftlichen, archivischen Überlieferung feststellen? 18 Referenten aus Deutschland und den Niederlanden führen durch das interessante wie anschauliche Thema.

Das Symposium ist eine Veranstaltung des Deutsch-Niederländischen Arbeitskreises für Adelsgeschichte. Die Durchführung des Symposiums ist dank großzügiger Zuwendungen der Arenberg-Stiftung, des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen, das Landesarchiv Niedersachsen und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe möglich.

Nähere Informationen zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem Flyer

Canzleydirector Justus Friedrich August Lodtmann

Vortrag und Besuch der Grabstelle der Familie Lodtmann

Samstag, 19. Juli 2025, 16 Uhr
Treffpunkt: Hasefriedhof Osnabrück, Kapelle

Grabstein von Justus Friedrich August Lodtmann (1743–1808), Public domain, Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4d/Grabstein_Lodtmann.jpg

Der promovierte Jurist Justus Friedrich August Lodtmann machte mit Unterstützung Justus Mösers Karriere, wurde 1794 dessen Nachfolger als Geheimer Referendar der Osnabrücker Regierung und 1799 sowohl Kanzlei- als auch Konsistorialdirektor. Die Kriege infolge der Französischen Revolution beendeten seinen politischen Einfluss abrupt. Seine Beisetzung auf dem gerade begründeten Hasefriedhof vor den Toren der Stadt verdeutlichte geradezu demonstrativ das Ende der Traditionen des Alten Reichs.

Leitung: Martin Siemsen und Ernst Kosche
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Preußen und Osnabrück. Eine Beziehungsgeschichte

Tagung vom 25. bis 27. September 2025

Tagungsankündigung des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e. V.

Das Jahr 1866 markiert in der Geschichte Osnabrücks und des Osnabrücker Landes einen tiefen Einschnitt: Als Teil des Königreichs Hannover wurde es mit diesem von Preußen annektiert.

Wie sich dieser Übergang konkret vollzog, wie die Bevölkerung darauf reagierte, welche Veränderungen er mit sich brachte, kurzum wie ‚preußisch‘ Osnabrück schließlich eigentlich war: Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt der Tagung „Preußen und Osnabrück. Eine Beziehungsgeschichte“ des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e. V. vom 25. bis 27. September 2025. In 15 Vorträgen ausgewiesener Expertinnen und Experten soll überprüft werden, ob die im 19. Jahrhundert weit verbreitete Meinung „Niemand wird Preuße ohne Not, ist er’s geworden, dankt er Gott“ auch für Osnabrück Gültigkeit hatte.

Die Tagung findet im Osnabrücker Schloss statt (Aula, Neuer Graben, 49074 Osnabrück).

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer_LVO_Tagung2025_Preußen.

Maria und Walburga

Archivalie des Monats Juli 2025 (Stadtarchiv Lingen)

Lingen wurde 975 zum ersten Mal erwähnt. Lag der ursprüngliche Siedlungsschwerpunkt in Altenlingen, so hatte er sich noch vor 1150 zur heutigen Lingener Innenstadt verschoben. Für 1250 lässt sich ein Lingener Kirchspiel („parrochia Linge“) belegen. Ab 1300 mehren sich schließlich die Anzeichen, dass Lingen von einer Siedlung („villa“) inzwischen zu einer Minderstadt ausgebaut worden ist: 1306 wird Lingen erstmals als „civitas“ bezeichnet, 1320 als „oppidum“. Ein Lingener Marktrecht lässt sich im Jahre 1300 erstmals belegen. Am Tag der heiligen Walburga (1. Mai) und am Tag der 11.000 Jungfrauen (21. Oktober) fand ein Jahrmarkt statt.

Die Marienkirche mit Kirchhof und Windmühle. Unten rechts die Stadt Lingen mit der inzwischen abgebrochenen Walburgakirche auf dem Marktplatz und dem Neubau in der Kirchstraße. Ausschnitt aus dem Stadtplan des Jacob van Deventer um 1560 (Faksimile: StadtA LIN, Bildersammlung, Nr. 4)

Auch die Kirche mitten auf dem Marktplatz war der heiligen Walburga geweiht. Vielleicht ebenfalls schon um 1300 errichtet, wird sie erstmals erwähnt, als der Osnabrücker Kanoniker Konrad von Bremen, Archidiakon zu Lingen, 1367 die Stiftung einer Vikarie zu Ehren der Jungfrau Maria und des Evangelisten Johannes in der Walburgakirche bestätigte. Gefördert wurde das Vorhaben auch vom Grafen von Tecklenburg, der nicht nur Herr von Lingen war, sondern auch Patron der Walburgakirche. Der neue Vikar sollte am größeren Altar der Stadtkirche die erste Messe bei Sonnenaufgang lesen und außerdem jeden Samstag  in der „alten Kirche“ („in veteri ecclesia in Linghen“) die Messe lesen, es sei denn, am Sonntag sei Feiertag oder eine Beerdigung in der „größeren Kirche“ („in ipsa ecclesia maiori“).

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