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Darme

Archivalie des Monats März 2026 (Stadtarchiv Lingen)

Wie in Baccum und Bramsche reichen die frühesten Siedlungsspuren im Gebiet Darme bis in die Steinzeit zurück. Erstmals erwähnt wird Darme 1302, als der Famulus Matheus de Thune dem Kloster Wietmarschen für 29 Mark sein Erbe „Sudendorpe“ (später Heitel) verkaufte, das „in villa dicta Dermen“ lag. Darme, unterteilt in Niederdarme im Westen und Hohendarme im Osten, gehörte trotz seiner Lage östlich der Ems zum Kirchspiel Schepsdorf und zum Bistum Münster.

Schleuse bei Hanekenfähr (Stadtarchiv Lingen)

Das adelige Gut Haneken in Niederdarme war ursprünglich ein Sundern im Besitz der Grafen von Bentheim. Diese verkauften es 1320 an den Ritter Johann von Langen. Beschrieben wird es dabei als großes und kleines Haus in „Hanikena“ mit dem zugehörigen Sundern, mit Wäldern, einer Mühle und Fischereirechten. Die Familie von Langen errichtete hier bald darauf eine Burg. Auf einer Karte von 1645 ist von dieser Burg allerdings nur noch die Gräfte zu sehen. Die Grenze der Fischereirechte des Hauses Haneken markierte der sogenannte Ikenstein („Eckstein“) oder Fischstein, ein seit dem 15. Jahrhundert belegter Findling auf der anderen Seite der Ems.

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Die Kapelle in Darme

Archivalie des Monats Juni 2024 (Stadtarchiv Lingen)

Einst versammelten sich die Eingesessenen des Kirchspiels Schepsdorf regelmäßig zu einer Prozession zur alten Kapelle in Darme. Sie fand alljährlich am 4. Juli statt. Sechs Tage später, am Patronatstag der Schepsdorfer Alexanderkirche (10. Juli), hatte der Schepsdorfer Pastor den Kirchenprovisoren traditionell ein Frühstück (Prandium) auszugeben. Doch der Pastor Stodtbrock bat darum, das Frühstück auf den Prozessionstag vorzuverlegen. 1674 wurde seinem Ersuchen stattgegeben, und damit ist die Existenz der Darmer Kapelle zum ersten Mal schriftlich belegbar.

Die historische Kapelle in Darme um 1970.

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